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EINE SELTSAME GESCHICHTE SIE IST.
Basierend auf einer wahren Gegebenheit.
Oder doch nur eine Abenteuergeschichte ?

 

Svenleichsenring.de und blau-Buch.de - blau - das Buch

 

Buchseiten Nr. 11-15

 


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Inhaltsangabe »

 

Buchseite Nr. 11

 

Alles das, also das mit diesen seltsam passenden aber scheinbar zufälligen Zahlen, begann jedoch schon vor vielen Jahren. Um genau zu sein war es in 2007, als etwas doch irgendwie Ungewöhnliches, damals schleichend in mein Leben trat und ebenfalls, passierte erneut etwas ganz Besonderes und wieder durch einen meiner Hunde. Doch erst, als mein damals bester Freund „Tito“, mit zehn, fast elf, gestorben war und ganz anders wie damals als Kind, war es diesmal jedoch weniger der Anfang vom Ende und setzte sich für Jahre fort. Oder war es so gesehen irgendwie doch das Gleiche ? Kommt darauf an wie man es sieht. Wenn man bedenkt worum es hierbei geht. Doch diese Ereignisse scheinen von endloser Zahl. Aber so extrem wie auf dieser Reise, war es noch nie zuvor.

Man sagt, dass Hunde im Grunde etwas Besonderes sind. So wie kleine Engel. Einige scheinen davon fest überzeugt zu sein. Doch Menschen erzählen viel wenn der Tag lang ist. Wenn sie dabei auch wenig sagen. Manchmal jedoch, ist an dem was wir erzählen, öfter auch etwas Wahres dran. Vor allem dann, wenn jemand von etwas wirklich selbst Erfahrendem berichtet. Erzählungen, welche auf scheinbar wahrer Begebenheit beruhen, sind vielleicht selten und es ist schwer sie von erlogenen oder ausgedachten Märchen zu differenzieren, aber wenn es dann wirklich mal eine gibt, ist eine solche wohl absolut lesenswert.

Man sagt aber auch, dass jeder genau den Hund im Leben bekommt, den er gerade verdient. Damals war Senta dieser ganz spezielle Hund, den ich wohl händeringend brauchte. Mmmh. Da frage ich mich gerade, warum ich jetzt direkt so viele von ihnen hab. Oder bedarf es besonderen Schutz ? Wenn, dann aber wohl weniger vor Menschen. Ich denke aber, sie sind mir eher eine Hilfe. So wie Hunde es im Leben vieler Menschen sind und die Frage „Ob es damals mit Senta der Anfang von allem war ?“, ist sicher keine falsche. Aber richtig gesehen, gibt es mindestens noch eine weitere. „Wobei war Senta mir wirklich eine Hilfe ?“

 

Buchseite Nr. 12

 

Hunde sind ja bekanntlicher Weise genauso verschieden wie Menschen. Im Aussehen aber auch im Wesen und jeder bekommt den Hund den er verdient. Jeder bekommt den Hund den er gerade braucht ! Es könnte aber auch ganz anders sein. „Dieser spezielle Hund, kommt genau zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt und zielgenau dann dorthin, wo er gerade benötigt wird.“ Wir spüren das vielleicht, doch sind trotzdem der festen Meinung, dass wir es ganz alleine sind, die bei der Auswahl die richtige Entscheidung treffen. Ganz nach unseren Wünschen und Erfahrungen. Ganz nach eigenem Geschmack. So wie beim Kauf eines Joghurts. Oft wird unser Verstand, in diesem ganz persönlichen Moment, durch Oberflächlichkeiten angelogen oder verwirrt.

Gerade bei der Wahl eines Partners, ob Hund oder Mensch, sollte man sich sehr viel besser auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen. Sonst ist man das vielleicht schon bald oder später dann scheinbar von allen guten Geistern. Wenn ich mich eines vergewissern durfte, in den vielen Jahren als Hundetrainer, dass die Augen eines Hundes uns immer die Wahrheit sagen. Augen lügen nicht. Wie auch bei uns, sind sie das Spiegelbild der Seele und des Charakters. Was mich betrifft und die Wahl meiner Hunde, so hab ich im ersten entscheidenden Moment, wirklich immer auf die Augen, den Blick und sonst nichts geachtet. Im wichtigsten Augenblick. Völlig ungeachtet, wie die Meinung anderer war.

Ob ihre Augen oder ihr Blick, beides war im Grunde sehr verschieden. Woher ich das noch wissen will ? Fotos ! Ihre Schwester Leica und sie, konnten wirklich nicht verschiedener sein. Im Aussehen, wie im Wesen. Leica war nun der Hund meines Großvaters. Rotbraun war sie gewesen und auch anders als Senta, lammfromm. Tag ein Tag aus, immer zur gleichen Zeit, sprang sie voller Erwartung auf die Fensterbank. Unsere sprang uns an. Von dort aus, konnte sie so, ihr heran näherndes Herrchen erblicken und ihn mit ihren Augen, das letzte Stück nach Hause begleiten. Den ganzen Tag gewartet, auf diesen einen wichtigen Moment. Lebensglück ist für den einzelnen eben ganz verschieden.

 

Buchseite Nr. 13

 

Später lag sie auf dem Küchentisch, in einer noch viel besseren Position. Aber egal ! Es war ihr wohl äußerst wichtig und deswegen akzeptiert. Beide, waren zweifellos ihr Ein und Alles. Sie überlebte ihn und wurde sogar 17 und meine Oma stolze 89. Ganz sicher starben beide für sich alleine, später dann, gemeinsam an gebrochenem Herzen. Sie soll so fürchterlich geschrien haben, als man meinen Opa dann von dannen trug. Ein Moment aus dem Leben. Was Senta betrifft oder ihre Gegenwart, war sie damals wirklich der Anfang. Aber zu aller erst, der Anfang vom Ende. Denn die Nächte wurden ruhiger und ganz normal. Für meine Furcht vor was auch immer, war nun nachts kein Platz mehr in meinem Bett. Es begann mit fünf und hörte mit zehn erst auf.

Die veränderte Lebenssituation hatte vieles verändert. Aber ob sich wirklich alles generell verändert hatte ? Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das hatte ich damals als Kind, natürlich nicht gedacht. Was für ein kleines Wunder, was dieses Hündchen für eine heilende Wirkung hatte. So ein unscheinbares Wesen. Aber das Seelenheil für einen kleinen Jungen. Die beste Medizin. Einer sorgsamen Mutter zu verdanken, wenn auch Vater sich dagegen anfangs wehrte. Doch niemals aus fehlender Liebe, sondern weil er es war, wie er es von Anfang an befürchtet hatte, der nach einem harten Arbeitstag, jetzt noch mit dem Hund seiner Kinder spazieren ging.

Aber irgendwie schon fast ein notwendiges Muss. Denn dieser kleine Giftzwerg, attackierte alles und jeden, der sich mir nur auf wenige Meter näherte. Wenn es dann wieder mal so weit war, war es definitiv das Highlight für andere. Doch nicht für uns. Beschützen war ihr Ding ! Dabei machte Sie keinen Unterschied zwischen 2Beiner und 4 Räder. Denn selbst vorbeifahrende Autos, jagte Senta hunderte Meter weit erfolgreich in die Flucht. Erfolgreich nur aus ihrer Sicht ! Ein Mal von der Leine gelassen, gab es dann kein halten mehr. Für mich ganz klar, ein absolut verlässlicher Hund. Ein Hund bleibt dir im Sturme treu.. !

 

Buchseite Nr. 14

 

Schon damals wohl, hatte ich ein gutes Verständnis für Hunde oder wie man sie zu etwas bewegen kann. Eines steht wohl fest, man muss schon als Kind Prioritäten setzen und sich manchmal auch über die Meinung anderer hinweg. Ganz egal was andere denken. Ob es jetzt das kindische Hundetraining betraf oder das kindliche Verständnis, so heimlich für den eigenen Schutz zu sorgen. Die Logik eines Kindes ist knallhart und rational. Da bist du wehrlos gegen. Ein Hund der so schnell und wachsam ist, kriegt sicher auch die Dinger in meinem Zimmer und die, waren ja nun wie vom Erdboden verschlungen. Senta hatte also geschafft, was anderen nicht gelingen wollte und wenn ich einschlief, lag sie seelenruhig und vom Tag geschafft, eingemummelt unter meiner Decke.

Die Jahre zogen ins Land. Um genau zu sein zwei. Dieses kleine süße Monster, hatte seine Aufgabe mehr als erfüllt. Mein Vater, hatte seine warnenden Worte in die Tat umgesetzt. Als seine Kinder nach dem Ferienlager, freudig ihr zu Hause betraten, war die Begrüßung eine andere als nach der Schule. Mehr als offensichtlich fehlte was. Innerhalb weniger Sekunden, begriff ich wer es war und all die schöne Zeit, war für immer vorbei und nichts, von den vielen schönen Erlebnissen dort, gab es zu berichten. Aus seiner Sicht, hatte er recht mit dem was er tat. Aber erst in diesem Moment, brach es ihm das Herz.

Keine Ahnung, es waren wohl Tage, die ich nicht mit ihm sprach und auch die Nächte, waren voller Tränen. Doch nicht mehr voller Angst. Ein scheinbar unlösbares Problem war wohl gelöst. Doch alles im Leben hat seinen Preis und ist eben auch nicht von ewiger Dauer. Wenn er heute noch darüber nachdenkt, erinnert er sich an eines noch ganz genau. Wie eine sehr alte Frau mit einem Lächeln im Gesicht, einem völlig Fremden die Türe öffnet. In ihrer Wohnung liegt ein kleiner Junge auf dem Teppich. Schlafend neben einem weißen Hund mit braunen Flecken. Dieser kleine Junge, bin ich. Unglücklich glücklich in diesem Moment.

 

Buchseite Nr. 15

 

Es war das letzte Mal, dass ich sie sah und ein letztes Mal an diesem Tag dann, sah sie mich. Jedoch weiß ich nicht mehr so genau, ob sie bellte oder schrie als ich ging. Diesmal konnte sie sich sicher sein und ich weinte fürchterlich. Ich zappelte wie ein wilder Hund in einer Schlinge, als mein Vater meine Hand ergriff, um mich wieder mit nach Hause zu nehmen. Anders ging jetzt nicht ! Ob sie glücklich waren ? Ich denke nein. Wie die beiden gestorben sind oder woran, keine Ahnung. Ich hörte später nur, als ich sie erneut besuchen wollte, dass sie jetzt woanders ist. Wenn, dann wohl zu ihrem Glück! Ob es stimmte ?

Die Jahre zogen erneut ins Land und diesmal wirklich viele. Senta war mein erster und erst viele Jahre später, wurde ein Neuer dann gebraucht. Gekauft im Tierheim. Doch diesmal ein wirklich großer namens Pacco. Ein reinrassiger echter deutscher Schäferhund. Top gesund und guter Abstammung. In seiner Wachsamkeit übertraf er Senta allemal. So wie auch mit seiner Größe. Doch diesen Hund, im Grunde irgendeinen, hatte ich mir dieses Mal gewünscht. Was jetzt in meinem Leben fehlte, war ein richtig guter Freund. Denn seit einigen Monaten schon, wohnten wir nun weit weg von unserer Heimat. Nichts war mehr so wie früher und wirklich nichts, machte den Anschein einer Wiederkehr.

Als meine Schwester und ich sie verließ, wurde ich wenige Tage später 16 und meine Schwester war gerade 14. Was für eine Qual muss das gewesen sein ! Vor allem für unsere Mutter. Als wir uns nach ungefähr 2 Jahren wiedersahen, war es seltsamer Weise ein sehr befremdendes Gefühl. Wie versteckte Freude. Erleichterung stand im Vordergrund. 2 Jahre war sie weg oder wir, so gesehen. War es doch damals eine wirklich gute Idee und richtig gut geplant. Genauso, wie meine eigene Reise auch. Doch dass es dann so kommen würde wie es kam, hätte keiner von uns 4 gedacht. Sie besuchte sie in Berlin und blieb dann drüben. Im goldenen Westen.

 


 

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