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EINE SELTSAME GESCHICHTE SIE IST.
Basierend auf einer wahren Gegebenheit.
Oder doch nur eine Abenteuergeschichte ?

 

Svenleichsenring.de und blau-Buch.de - blau - das Buch

 

Buchseiten Nr. 16-20

 


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Inhaltsangabe »

 

Buchseite Nr. 16

 

Aus den Augen aus dem Sinn. Und so waren wir 2 Jahre später nur noch 3. Aber endlich wieder zusammen. Paradox. Einer kommt ins Leben zurück und ein anderer geht dafür. Sicher hatte die gute Stasi da ihre Finger mit im Spiel. Nicht nur was das Leid, die Angst und die Sorgen meiner Mutter in dieser Zeit betraf, sondern auch die Beeinflussung meines Vaters, sich aus freien Stücken, anders zu Entscheiden als geplant. Mein Dank gilt ihnen heute noch. Auch für das rücksichtslose verhören eines Kindes. Aber diese Kreaturen existieren auch in der heutigen Zeit. Sie nennen sich nur anders oder operieren unter einem anderen Namen. Auch das, ist so sicher wie das Amen in der Kirche !

Im Grunde war dieses ganze Theater und alles was es mit sich brachte, wohl absolut umsonst. Denn zum gleichen Zeitpunkt fiel die Mauer. So eine Ironie des Schicksals oder eine klare Verarsche vom Leben ! Hätte man uns einen Tipp gegeben, wäre alles anders und schöner gekommen. Schön wäre damals zumindest ein Blick in die Zukunft gewesen. Doch wer bitteschön, hat mal eben eine allwissende Glaskugel zur Hand oder kennt jemanden der eine verleiht. Wir hätten sie ja fragen können, wie es in zwei Jahren kommt. Doch wer gibt sich schon gerne die Kugel, als schlauen Lebenshelfer oder fängt sich für eine ganz normale Frage gerne eine ein. Andere Länder, andere Sitten.

Könnte unter Umständen vollends in die Hose gehen. Den Falschen die richtige Frage stellen, meine ich. Ist selbst heute so eine Sache für sich. Auch wenn du guten Bekannten oder sogar Freunden die richtige Frage stellst, ihnen deine Meinung sagst, könnte das unerwartete Konsequenzen haben. Heute so wie damals. Als Kind oder Jugendlicher, erweiterst du selbstverständlich deinen Freundeskreis. Wenn du dann aber endlich groß bist, erweiterst du und das sehr bald, nur noch einen Bekanntenkreis. Einige könnten daran etwas ändern, aber keiner ändert was. Niemand will. Weil wir so sind und wenn die Zeit auch Wunden heilt, macht ihre Dauer nicht automatisch schlauer.

 

Buchseite Nr. 17

 

Wem kann man es verdenken oder sogar zum Vorwurf machen, wenn er Hunde dem bekannten Menschen vorzieht ? Scheinbar werden diese immer mehr. Wer wird schon gerne angelogen, ausgefragt und hintergangen ? Damals war alles anders. So langsam glaube ich das auch. Aber das Einzige was wirklich anders war, dass wir alle jünger waren. Unbeschwert und unversaut vom Leben. Mein Freundeskreis zur Zeit der Wende, gerade erst in neuen Gefilden angekommen, frisch aus dem mir bis dahin unbekannten Schattenreich, im goldenen Westen einmarschiert, hieß es jetzt, auch Freunde hier zu finden. Sie kommen immer dann, wenn du sie wirklich brauchst. Wenn du dir etwas von ganzem Herzen wünschst und dann ein Hund auf Umwegen, deine Wünsche wahr werden lässt.

Pacco kam als Ersatz für noch fehlende Freunde. Seltsam. Denn erst die vielen Spaziergänge mit ihm, oft sogar ein Umweg nach Hause, schafften urplötzlich einen neuen Freundeskreis. Sie sind wohl wirklich gute Geister. Die Geister die ich rief. Keine bösen sondern gute. Unserer neuen Klicke, verklickerte ich was super interessantes. Ein Spiel. Zu dieser Zeit wohl das Highlight schlechthin. „Echte Geisterbeschwörungen.“ Davon hatte ich im Westen erst erfahren und dann noch ausgerechnet ich. Es sucht und es findet dich im Leben. Nur sucht es wohl auch einen Weg, um mit dir zu reden. Bekanntlich hat man Angst, nur vor dem, was man nicht kennt oder eben viel zu wenig kennenlernen durfte.

Man war das ein Gaudi. Die Geister die wir riefen oder die, welche schon lange auf uns warteten, hatten mit uns sicher ihren Spaß oder wie auch immer man es nennen will. Im Keller bei Kerzenschein hatten wir zu Beginn, absolut keinen Empfang. Also ging es hoch ins Zimmer. Tja, wären wir mal lieber nicht. Das Glas, was wir zum Gläser rücken bedienten, verließ im hohen Bogen den Tisch. Ganz zu unserem Erstaunen. Eine Glaskugel dagegen, wäre einfach nur gerollt. Sicher wohl aus gleichen Grund, doch ohne uns dann so zu erschrecken. Aber zweifellos eine ziemlich tolle Erfahrung und durchaus ein prägender Moment.

 

Buchseite Nr. 18

 

„Wer kann der kann !“ Doch einige von uns, konnten wirklich schnelle Füße kriegen. Dem Härtsten in unserer Riege, Dieter, Heavymetal, verschlug es da sogar den Atem. Nun wusste auch er was Angst bedeutet oder die Furcht vor etwas Unbekanntem. Alle waren voller Panik. Nur nicht ich. Die Geister die wir riefen, waren mir vielleicht sogar nicht unbekannt. Zumindest nicht die Sache an sich oder dass es noch was anderes außer uns hier gibt. Seltsamer Weise aber auch für mich, war ja der Anstifter zu diesem Spektakel, ich. Einer der ausgewandert war, um dann woanders anderen, sich Fürchten beizubringen. Um damit seine eigene Furcht zu verstehen und sie dann sogar zu besiegen.

Ab dieser Zeit, wurde einiges wieder wie früher und erneut war ich froh, einen Hund zu haben. Abgesehen von den unerklärlich knirschenden Schränken und das viele Aufspringen vom Hund, ohne ersichtlichen Grund, war es zum Glück jedoch seltsam ruhig geblieben. Manche Dinge vergisst man eben nicht. Einige davon, lassen dich selbst nur selten wieder los. War es also nur eine Frage der Zeit oder des richtigen Moments ? Später erfuhren wir durch Mr. Zufall, dass kurz vor unserem Einzug hier, ein alter Mann gestorben war. Meine alleinigen Geistertelefonate, ließ ich nach dieser Info nun lieber sein. Gedankensprung.

Ich denke Pacco war mein erster Lehrer. Vor allem in Sachen Hundeerziehung. Jahre später hatte ich es dann begriffen. Er stärkte mich mit seinem Verhalten. Denn die Dinge, welche ich ihn lehrte, die kannte er wohl schon. Ohne sich zu verraten. Aber ohne Zweifel, mein eigenes Zauberwerk es war und von dieser Sache, war er mächtig schwer beeindruckt. Eine mir äußerst wichtige Herzenssache. „Kein Hund, rennt bei mir einfach mal so weg !“ Und auch kein kindisches Hundetraining mehr. Sondern mit einem jetzt schon gesundem Hundeverstand. Auch mein Vater, war mir ein guter Lehrer. Vor allem in Sachen Verantwortung übernehmen. Gut erzogen, ging ich mit Pacco direkt nach der Schule und auch am Abend raus. Eine unvergessliche Lehre und auch Pacco hinterließ eine solche.

 

Buchseite Nr. 19

 

Viele Jahre später erfuhr ich von dem Ex meiner Mutter, dass der Hund, den er damals mit sich nahm, 14 Jahre alt geworden war. Ohne die sonst typischen Gelenkprobleme deutscher Schäferhunde. Pacco sah mich nach der Trennung nur ein einziges Mal noch wieder und ich auch ihn. Erneut zogen die Jahre ins Land und jetzt muss ich gerade schmunzeln. Ich glaub das hatten wir so schon mal. Irgendwie wiederholt sich scheinbar alles, wie eine Schleife in meinem Leben. Ein wahrhaft kleiner Scherz vom Schicksal. Ein Scherzbold wie er im Buche steht. Auch davon gab es auf unserer Reise mehr als genug. Aber in echt auf zwei Beinen. Trotzdem, alles im Ganzen, ein Abenteuer pur.

Alles was ich sage oder mache und in diesem Fall hier schreibe, hat immer einen Sinn und guten Grund. Mein kleiner Ausflug in die Vergangenheit, war natürlich nur ein klitzekleiner Teil von vielen aufregenden Jahren aber im Grunde mehr als das. Für mich persönlich sowieso. Eine harte Zeit, die letzten 45 Jahre und nun werde ich zum zweiten Mal auf dieser Reise, ein ganzes Lebensjahr älter. Ich glaube die schönste Zeit meines Lebens, mal abgesehen von einer wundervollen Kindheit am Tage, war eine krasse Feierzeit gewesen. Eine bewusstseinserweiternde Reise von wirklich vielen Monaten. Mit Drogen, Alkohol und Frauen. So, wie es im Leben eines Mannes das Beste für ihn ist. Komisch, denn in Filmen sieht immer alles besser aus. Meistens.

Aber die Filme die wir gefahren sind, waren Realität und so einige Momente, durchaus Hollywood reif. Eine schöne Zeit und ohne Zweifel. Hinterlassen im Drehbuch des Lebens. Ein herausstechendes Kapitel noch oben drauf. Von der Ausbildung zum Polizisten die Schnauze voll, kam ein abrupter Lebenswechsel. Dazu gehörte von langen Haaren, runter auf Glatze pur. Wenn dich nach dieser Rasur deine Freunde und Kollegen vermöbeln wollen, weil du ihnen unbekannt, viel zu persönlich auf die Schulter haust, dann hast du alles richtig gemacht. Ein Wandel pur. Wie im Film und passend zu meinem Job als Barkeeper. Eine richtig geile Zeit.

 

Buchseite Nr. 20

 

Wenn auch wirklich eine geile Zeit, mit unsagbar vielen und Hammer krassen Erfahrungen, wie auch Begegnungen für´s Leben. Segen und Fluch zugleich. Freunde und Familie, sahen meinen jetzigen Lebensstil eher als Fluch meiner selbst. Die einen trauten sich nichts zu sagen und die anderen schauten aus der Ferne zu. Wiederrum andere schüttelten nur den Kopf. Verstanden mich und die Welt nicht mehr. Sorgen machten sich nur wenige. Für meine Mutter und auch ihre, war es wie ein Schock. Doch ich bin mir immer noch sehr sicher, meine Mutter vertraute mir da sehr. Wenn ich sie beruhigte, dass das alles nur eine Phase ist. Wie lange sie gedauert hat ? Es kam mir wirklich ewig vor.

Was an dieser Zeit von Nachteil war, waren die Gifte für Körper und Seele. Na eher für das Erstere. Auch das Jetlag ähnliche Wach- und Schlafverhalten, war permanent eine Rüge für den Körper. Hätte ich mich wie auch immer, nicht zwischenzeitlich immer wieder losgerissen, wer weiß. Paradoxer Weise, hatte ich zu dieser extremen Zeit, die beste Gesundheitsphase meines Lebens erreicht. Sport ohne Ende, wenn es ging gesunde Ernährung und nur noch am Wochenende die schönen Dinge des Lebens genießen. Ob ich in dieser Zeit niemanden so wie früher hatte ? Jemanden der mich wie durch ein Wunder, davon abhalten konnte oder wenigstens auf mich Obacht gab. So wie Senta und so wie Pacco. Was glaubst du wohl, warum du heute diese Zeilen liest ?

Meine Jungs hießen Drago und Tito und konnten verschiedener wohl nicht sein. Teufelchen links und Engelchen rechts. Der eine schwarz und der andere blond. Einer aus schlechter Haltung aus einem Tierheim bekommen und den jüngere hellen, später, aber schon als Welpe. Die ersten beiden Kampfhunde in meinem Leben. Beide schuldlos in dieses Klischee hinein geboren. Einer von jungen Menschen so gemacht, um diese Vorurteile zu erfüllen und der andere zu seinem alleinigen Glück, zum Familienhund erzogen. Keine Spur von brutaler Kampfeslust. Aber mit einem Herzen in der Brust, so groß wie ein riesiger Ball.

 


 

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